Wohnungssituation in Rosenheim

06.02.2016

Die Wohnungssituation ist eine der drängendsten Fragen in Rosenheim. In allen Berichten über dieses Thema wird von einem Mangel an Wohnungen gesprochen.

Die SPD-Stadtratsfraktion stellt deshalb den Antrag, dass die Verwaltung in einer der nächsten Stadtratssitzungen einen Bericht über die Wohnungssituation sowie über die Situation der Bedarfe für bezahlbaren Wohnraum abgibt.

Dabei sollte auf folgende Fragen eingegangen werden:

  • Wie hoch ist die Zahl der sozial geförderten Wohnungen und wie viele dieser Wohnungen sind in den letzten 10 Jahren aus der Bindungsfrist ausgelaufen?
  • Wie viele Anträge auf Wohnraum insgesamt und davon sozial gefördert wurden bisher beim Wohnungsamt oder der GRWS gestellt?
  • Wie hoch ist der gesamte Bedarf an sozial gefördertem Wohnraum, sowie an bezahlbarem Wohnraum und wie wird dieser ermittelt?
  • Wie haben sich die Haushaltsgrößen (Personen je Haushalt) in den letzten 10 Jahren entwickelt?
  • Wie viele Wohnungen wurden in den letzten 5 Jahren jährlich gebaut und davon:
    • wie viele von priv. Unternehmen und wie viele sozial gefördert?
    • wie viele durch die GRWS und wie viele sozial gefördert?
    • wie viele durch Genossenschaften?
  • Wie hoch ist der Bedarf an Studentenwohnungen und wie wird dieser ermittelt?
  • Wie hoch ist die Anzahl der Studenten, die als Wohngemeinschaften zweckentfremdet in Mehrzimmerwohnungen wohnen?
  • Welche konkreten Maßnahmen werden von der Stadt zur Realsierung der Bedarfe (Sozialwohnungen, bezahlbare Wohnungen, Sudentenwohnungen) veranlasst?

Begründung

Die Zahl der Einwohner ist in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen. Nachdem der Trend, seinen Wohnort vom Land auf die Stadt zu verlegen ungebrochen anhält, muss sich die Stadt mit der Frage der Schaffung zusätzlichen Wohnraums befassen. Besonders im Bereich des sozial geförderten Wohnraums gilt es neue Wohnungen zu schaffen, nicht nur weil der Bedarf gestiegen ist, sondern auch weil nach Wegfall der Bindungsfristen die Wohnungen dann zu höheren Mieten vermietet werden dürfen.

Insgesamt hat sich auch unsere Gesellschaft verändert und wird dies weiter tun. Die Tatsache, dass wir uns in einem demografischen Wandel befinden und auch die steigende Anzahl alleinstehender Menschen, macht konkrete Entscheidungen notwendig, wie wir in Rosenheim neuen, bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen.