Jusos Rosenheim-Stadt fordern mehr konsumfreie Räume in der Innenstadt

Sophie Mangstl / SOMA PRODUCTIONS

28. Januar 2026

Rosenheim braucht mehr Orte, an denen sich Menschen unabhängig von Geldbeutel und Konsumzwang aufhalten, begegnen und entfalten können. Das fordern die Jusos Rosenheim-Stadt und machen sich für die Schaffung und den Ausbau konsumfreier Räume im Stadtgebiet stark. Gemeint sind offene Treffpunkte wie Jugendräume, kreative Zentren, Zwischennutzungen in Leerständen oder öffentliche Plätze mit Aufenthaltsqualität – ohne die Verpflichtung, etwas kaufen zu müssen.

„Gerade für junge Menschen entscheidet der Zugang zu Freizeit und Kultur oft über soziale Teilhabe. Wenn man überall nur willkommen ist, solange man konsumiert, schließen wir viele Menschen aus“, erklärt Juso-Co-Vorsitzender Jonah Werner. „Konsumfreie Räume sind keine nette Ergänzung, sondern eine Frage von Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Stadt.“ Die Jusos verweisen darauf, dass Rosenheim zwar über viele engagierte Initiativen und Vereine verfügt, es aber an niedrigschwelligen, offenen Räumen fehlt, in denen man einfach sein kann: zum Lernen, zum Kreativsein, zum Austauschen oder zum gemeinsamen Verweilen. Besonders Leerstände in der Innenstadt böten enormes Potenzial für temporäre Nutzungen wie offene Ateliers, Jugendtreffs, Co-Working-Spaces oder kulturelle Projekte. „Eine lebendige Stadt definiert sich nicht nur über Geschäfte und Gastronomie, sondern über Begegnung, Vielfalt und Mitgestaltung“, betont Juso-Co-Vorsitzende Reka Molnar. „Wir wollen ein Rosenheim, in dem man sich aufhalten kann, ohne Geld ausgeben zu müssen – egal ob man jung ist, wenig verdient oder einfach einen Ort zum Durchatmen sucht.“ Konsumfreie Räume seien zudem ein wichtiger Beitrag gegen die Verödung der Innenstadt. Statt leerstehender Ladenflächen brauche es kreative und soziale Zwischennutzungen, die neue Impulse setzen und die Stadt auch nach Ladenschluss lebendig halten. „Wenn wir wollen, dass Rosenheim für junge Menschen attraktiv bleibt, müssen wir ihnen Raum geben – echten Raum, nicht nur symbolisch“, so Jonah Werner weiter. „Räume, in denen man sich ausprobieren, organisieren und miteinander ins Gespräch kommen kann.“

Teilen