SPD Rosenheim startet mit vollem Haus und klarer Haltung ins Wahlkampfjahr

06. Januar 2026

Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Happinger Hof, knapp 200 Gäste und eine spürbare Aufbruchsstimmung: Der diesjährige Heilig-Dreikönigs-Frühschoppen der SPD Rosenheim entwickelte sich zu einem politischen und gesellschaftlichen Höhepunkt zum Jahresbeginn. Politik, Kultur und gelebte Solidarität verbanden sich zu einer Veranstaltung, die deutlich machte, wofür die Sozialdemokratie in Rosenheim steht.

Mit einer grundsätzlichen und zugleich persönlichen Rede eröffnete Abuzar Erdogan offiziell den Wahlkampf der SPD. „Ich will ein Oberbürgermeister sein, der zuhört und mitnimmt“, sagte Erdogan und stellte klar, dass gute Kommunalpolitik nicht von oben herab funktioniere. Es gehe darum, Entscheidungen transparent zu machen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Nicht jeder Weg ist perfekt, aber er muss gemeinsam gegangen werden“, so Erdogan. Der volle Saal zeige, wie groß das Bedürfnis nach einer Politik sei, die Nähe schaffe und Verantwortung übernehme. „Dieser Zuspruch gibt uns Rückenwind und Motivation für die kommenden Monate.“

Grußworte kamen von Matthias Bonigut, Vorsitzender der SPD Oberbayern. Er betonte, dass die SPD auf allen Ebenen auf konkrete Antworten auf die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit setze. Ebenfalls zu Gast war Christian Morgenroth, Bürgermeisterkandidat der SPD in Kolbermoor, der in seinem Beitrag die Bedeutung des Miteinanders von Stadt und Land sowie einer engen kommunalen Zusammenarbeit hervorhob. Durch den Vormittag führte Jonah Werner, Ortsvereinsvorsitzender der SPD im Rosenheimer Süden. In seinem Beitrag machte er deutlich, dass die SPD Rosenheim personell und inhaltlich gut aufgestellt sei: „Mit Abuzar Erdogan als Oberbürgermeisterkandidaten und einer starken SPD-Liste sind wir bestens gerüstet, um Verantwortung für Rosenheim zu übernehmen und ins Handeln zu kommen.“ Gleichzeitig betonte Werner, dass sozialdemokratisches Engagement nicht an den Stadtgrenzen ende. „Als SPD übernehmen wir Verantwortung vor Ort – aber wir schauen auch über Rosenheim hinaus und stehen solidarisch an der Seite derer, die Unterstützung brauchen.“ Dieses Selbstverständnis zeigte sich auch konkret: Gemeinsam mit den Gästen sammelte Werner 650 Euro für die Kinderhilfe des Vereins Athletes for Ukraine.

Einen besonderen inhaltlichen und emotionalen Akzent setzte der Auftritt des Kabarettisten Christian Springer. In seiner eindrucksvollen Rede sprach er über die Bedeutung der Demokratieerhaltung in herausfordernden Zeiten. Demokratie sei kein geradliniger, perfekter Prozess, sondern oft mühsam und widersprüchlich. „Der demokratische Weg ist selten der einfachste – aber er ist der einzige, der alle mitnimmt“, betonte Springer. Besonders hob er die Verantwortung hervor, junge Menschen zu stärken und ihnen Perspektiven zu geben: „Wir dürfen eine Generation nicht verlieren, indem wir ihr erklären, warum etwas nicht geht, statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Mit klaren Worten positionierte er sich zudem gegen jede Form von Menschenhass und Rechtsextremismus. „Haltung ist keine Frage der Lautstärke, sondern der Konsequenz“, sagte Springer. Demokratie lebe davon, dass Menschen widersprechen, Verantwortung übernehmen und sich klar gegen Ausgrenzung stellen. Der anhaltende Applaus im voll besetzten Saal zeigte, wie sehr diese Worte den Nerv des Publikums trafen.

Der Heilig-Dreikönigs-Frühschoppen der SPD Rosenheim machte deutlich: Die Sozialdemokratie setzt auf Dialog, Solidarität und klare Haltung. Die Veranstaltung war nicht nur ein gelungener Jahresauftakt, sondern auch ein starkes Signal für einen engagierten, demokratischen und gemeinschaftlichen Wahlkampf in Rosenheim.

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