Mehr Rücksicht zu Silvester: SPD fordert spätere Böllerzeiten

01. Januar 2026

Die SPD-Stadtratsfraktion Rosenheim fordert eine klare zeitliche Einschränkung des privaten Feuerwerks an Silvester. Nach dem Willen der SPD soll das Böllern am 31. Dezember künftig erst ab 18 Uhr erlaubt sein. Einen entsprechenden Antrag bringt die Fraktion in den Stadtrat ein.

„Was aktuell passiert, ist kein Feiern mehr, sondern stundenlange Dauerbeschallung“, erklärt Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rosenheimer Stadtrat. „Seit den frühen Morgenstunden knallt es in der ganzen Stadt. Das bedeutet Stress, Angst und schlaflose Tage – für viele Menschen ebenso wie für Tiere.“ Besonders betroffen seien Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Kranke sowie Haustiere. Auch Wildtiere würden durch den Lärm massiv aufgeschreckt. „Silvester darf kein Tag sein, an dem Rücksichtslosigkeit zur Normalität wird“, so Erdogan weiter. Neben der Lärmbelastung kritisiert die SPD auch die massiven Folgen für die Umwelt. Tonnen von Müll, Feinstaub und abgebrannte Überreste verschmutzen Straßen, Plätze und Grünanlagen. „Am Neujahrsmorgen sieht man, was diese hemmungslose Böllerei anrichtet: Dreck, Rauch und kaputte Flaschen überall“, sagt Ricarda Krüger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. „Das ist weder zeitgemäß noch verantwortungsvoll.“ Die SPD betont, dass es ihr nicht um ein vollständiges Verbot gehe, sondern um einen vernünftigen Ausgleich. „Niemand will den Menschen das Feiern nehmen“, so Krüger. „Aber wir müssen endlich anfangen, die Interessen aller mitzudenken – nicht nur die derjenigen, die am lautesten knallen.“ Kommunen hätten die Möglichkeit, eigene Regelungen zu erlassen, um die Lebensqualität vor Ort zu schützen. „Rosenheim sollte diesen Spielraum nutzen“, fordert Erdogan. „Mehr Rücksicht, weniger Lärm und weniger Umweltbelastung – das ist ein Gewinn für unsere ganze Stadt.“

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